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23.04.2017 ▄bung/Schulung
99 Einsatzkr├Ąfte ├╝ben Ernstfall!
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Ein Brandmelder der Firma Josko in Kopfing schl├Ągt am Nachmittag des 23. Aprils 2017 Alarm. Die beiden anr├╝ckenden Feuerwehren des Pflichtbereichs (FF Engertsberg und FF Kopfing) nehmen vor der Zufahrt zur Brandmeldezentrale Stellung ein. W├Ąhrend der ersten Lageerkundung durch den Einsatzleiter wird schnell klar, dass es sich nicht um einen Fehlalarm, sondern um einen fortgeschrittenen Brand im Bereich der Oberfl├Ąchenbeschichtung handelt. Die beiden Brandschutzbeauftragten melden zudem, dass acht Mitarbeiter in der bereits stark verrauchten Halle vermisst werden.

Der Fokus des Einsatzleiters in dieser Erstphase steht damit klar fest ÔÇô es muss unverz├╝glich mit der Menschenrettung unter schwerem Atemschutz begonnen werden. Die beiden zur Verf├╝gung stehenden, wasserf├╝hrenden Fahrzeuge sollen sich dazu, am anderen Ende des Firmengel├Ąndes, im Bereich der betroffenen Halle, positionieren. Zus├Ątzlich ergeht der Befehl an die Gruppenkommandanten zum Aufbau einer ersten Wasserversorgung vom nahe gelegenen Hydranten, sowie zur Errichtung eines Atemschutzsammelplatzes und einer Einsatzleitung. Letztere bekommt zudem den Auftrag, unverz├╝glich alle Feuerwehren der Alarmstufe II nach zu alarmieren.

Nach und nach treffen im Anschluss die zus├Ątzlich alarmierten Feuerwehren ein, welche weitere Atemschutztr├Ąger f├╝r die Menschenrettung bereitstellen und zwei Zubringerleitungen vom ca. 600 m entfernten L├Âschteich aufbauen. Mit dem Zeitpunkt der Fertigstellung einer gesicherten Wasserversorgung, kann, neben dem Sch├╝tzen der angrenzenden Halle, auch mit einer umfassenden Brandbek├Ąmpfung begonnen werden. Einsatztaktisch von gro├čem Vorteil, erweist sich die Platzierung der Teleskopb├╝hne auf einer Anh├Âhe neben der Halle, von wo aus eine gezielte Brandbek├Ąmpfung von oben m├Âglich ist. Zur Menschenrettung und der anschlie├čenden Brandbek├Ąmpfung im Innenangriff, stehen schlussendlich acht Atemschutztrupps im Einsatz.

Insgesamt beteiligten sich acht Feuerwehren mit 99 Mann an dieser gro├č angelegten Einsatz├╝bung (Feuerwehren der Alarmstufe II: FF Engelhartszell, FF Enzenkirchen, FF Matzing, FF Mitterndorf, FF Natternbach, FF Tal)

Nachdem vom Einsatzleiter Brand-Aus gegeben und die ├ťbung f├╝r beendet erkl├Ąrt wurde, trafen sich die Gruppenkommandanten der einzelnen Fahrzeuge zur gemeinsamen Analyse der ├ťbung. Mittels Einsatzplan und erster Bilder der ├ťbung, wurde der Ablauf nochmals besprochen und sowohl positive als auch verbesserungsbed├╝rftige Themen er├Ârtert.

Nach der ├ťbung befragt, berichtet der Einsatzleiter und Kommandant der FF Engertsberg, Thomas Schmidbauer, dass die gr├Â├čte Herausforderung zu Beginn die m├Âglichst rasche Durchf├╝hrung der Menschenrettung und in weiterer Folge die Koordination aller eingesetzten Feuerwehren war.

Im Anschluss an diese Nachbesprechung richtete der Senior Chef der Firma Josko, Kommerzialrat Johann Scheuringer, pers├Ânliche Worte an die versammelten Teilnehmer und Helfer. Er bedankte sich f├╝r die Durchf├╝hrung und Mitwirkung bei dieser lehrreichen und wichtigen ├ťbung und lud alle zu Essen und Getr├Ąnke in der Kantine der Firma ein.

Danke an dieser Stelle Johann Scheuringer und der Firma Josko f├╝r die Erm├Âglichung dieser ├ťbung, sowie f├╝r die gro├čz├╝gige Gastlichkeit.

Als direkte Ansprechpartner der Feuerwehren, sowohl bei ├ťbungen und Begehungen als auch bei Eins├Ątzen, gilt ein herzliches Dankesch├Ân den beiden Brandschutzbeauftragten Josef Danninger und Thomas Klaffenb├Âck. Beide haben ebenfalls ma├čgeblich zur Umsetzung der ├ťbung beigetragen.

Zuletzt genannt, aber f├╝r die Umsetzung der ├ťbung an erster Stelle stehend, geb├╝hrt dem Ausbildungsverantwortlichen der FF Engertsberg, Kommandant Stv. Michael Zahlberger, ein besonderer Dank. Er zeichnet sich sowohl f├╝r die Gesamtorganisation der ├ťbung selbst, als auch f├╝r die durchgef├╝hrte Begehung mit den Feuerwehren im Vorfeld verantwortlich. Im Zuge der Vorbereitungen steckte er zus├Ątzlich sehr viel Engagement in die Erarbeitung neuer Einsatzunterlagen.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass das be├╝bte Szenario nie Realit├Ąt wird!

 

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